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Seppuku

06.05.2012 um 15:22:56  Rubrik: Samurai & Bushido
„Wenn die Ehre verloren ist, ist es besser zu sterben, der Tod ist eine sichere Rettung vor der Schande“

Seppuku war die ritualisierte Form der Selbsttötung eines Samurai, die im Mittelalter Japans entstanden ist. Es wird auch als Harakiri(bürgerliche Bezeichnung), Kappuku, Tofuku oder Oibara bezeichnet. Die vertauschte Schreibung der Kanji ergibt den im Westen geläufigeren Begriff Harakiri (wörtl:. Bauch-Schnitt ), dies ist die wörtliche Beschreibung des Aktes, ohne dabei eine spirituelle Note zu tragen. Denn Harakiri würde auch jemand begehen der unbeabsichtigt in seiner Küche in sein Küchenmesser fällt und daran stirbt. Seppuku dagegen nur eine Samurai.

Die Selbsttötung eines Krieger ist auch in unserem Kulturkreis nicht unbekannt. Bei Ehrverlust brachten sich auch Krieger germanischer Stämme um. Oder auch berühmte Personen der Vergangenheit, man denke nur an Varus nach der verlorenen Schlacht im Teutoburger Wald, an Marc Anton nach seiner Niederlage gegen Octavian. Wobei diese Art der Selbsttötung eher ein sich-in-sein-Schwert-stürzen war und keine reglementierte Handlung wie das eigentliche Seppuku hatte.
Erste schriftliche Erwähnung findet sich in dem Nationalepos „Heike Monogatari“. Der Freitod von Minamoto Tametomo und Minamoto Yorimasa fand auch unter ihren Feinden hohe Anerkennung und Bewunderung und soll auch Ursprung für das eigentliche Ritual des Seppuku gewesen sein. Minamoto Yoritomo erklärte 1191 Seppuku zu einen ehrenvollen Ritual der Kriegerkaste. Ab da an entwickelten sich immer genauere Vorschriften für seine Durchführung.

Gründe für den rituellen Selbstmord gab es viele. Er wurde entweder als Strafe oder freiwillig begangen. Junshu, Kanshi und Sokotsu-Shi waren die häufigsten.
• „Junshi“ bedeutet verschwenden; auch „Selbstmord des glücklichen Abschiedes“ genannt. Darunter verstand man den Nachfolgetod beim Ableben seines Feudalherren. In den unruhigen Zeiten des 16. Jahrhunderts dürfte dies nicht allzu ungewöhnlich gewesen sein. Deshalb wurde diese Art von seppuku auch von der Tokugawaregierung 1603 und wiederholt 1663 verboten. (Was aber trotzdem nicht zum Verschwinden dieser Art des seppuku führte)
• „Kanshi“ meint den seppuku aus Protest. Diese Erscheinung ist nicht sehr häufig überliefert. Diese Form war die höchste Form des Protestes eines Gefolgsmannes z.B. gegen einen Befehl oder wenn er versucht den Herrn von einer Entscheidung abzubringen.
• „Sokotsu-shi“ war die bekannteste Ursache für seppuku. Sie wurde für Wiedergutmachung und Selbstbetrafungen für eigene Fehler verwendet.
• Weiterhin begingen Samurai Selbstmord um der Gefahr der Kriegsgefangenschaft zu entgehen. Denn dies wurde als Schande und als persönliches Versagen gedeutet.
Aber hier hat man sich meist aus Mangel an Zeit einfach in sein Schwert gestürzt um sein Leben ein Ende zu setzen.
• seppuku wurde aber auch aus falschen Überzeugungen begangen. Viele Samurai oder Ronin kamen mit ihrem Leben nicht zu recht und waren „zu feige zu leben“. Doch dies war gegen den Geist des Bushido und hatte mit dem rituellen seppuku nichts zu tun

Ein Samurai konnte also durch seppuku seine Vergehen sühnen und seine Ehre wieder herstellen, seine Irrtümer entschuldigen, einer großen Schande entfliehen, seine Freunde rächen und zeigen, dass er keinerlei Angst vor dem Tode hat.

Wie erwähnt bildete sich mit der Zeit ein kompliziertes Ritual der Durchführung des seppuku heraus. Hier eine kurze Darstellung:
Der zum seppuku Verurteilte kleidete sich zum Zeichen seiner Reinheit in ein weißes Gewand (meist ein kamishimo). Dann begab er sich in den eigens dafür ausgesuchten Bereich einer Burg (meist lagen diese in einem Garten, um auch hier die Vergänglichkeit des Lebens zu demonstrieren). Dort warteten schon die Zeugen, Freunde, Vertreter des eigenen Herrn oder des Shogunats. Sowie die, neben dem Delinquenten, wichtigste Person, der songennate Kaishaku-nin.
Von einem der Anwesenden bekam man auf einem einfachen Holztablett eine kleine Speise, etwas Sake und ein Bündel Papier gereicht. Das eigentliche Ritual begann nachdem man etwas gegessen, getrunken und, als Zeichen der Gelassenheit gegenüber dem eigenen Tode, ein Todesgedicht verfasst hatte. Im traditionellen seiza-Sitz entledigte man sich des oberen Teils seiner Kleidung bis zum Bauch. Die Ärmel wurden unter die Beine gesteckt um ein Zurückfallen während des Rituals zu vermeiden. Was einen „misslungenen“ seppuku zur Folge hätte. Alsdann nahm man die bereitgestellte Klinge (meist eine nur für diesen Zweck benutze Klinge mit entweder keiner oder einer weißen Montierung) stieß sie sich in die untere linke Bauchgegend und zog dann die Klinge in einem horizontalen Schnitt nach rechts. Da angekommen drehte man die Klinge und vollführte noch einen kleinen Schnitt in Richtung Herz um eine Öffnung zum Herausfallen der Eingeweide zu bekommen. Dieser Methode liegt zu Grunde, dass die Seele und die tieferen Empfindungen im Bauch (hara) sitzen. Das Bauchöffnen bedeutet soviel wie: „Schaut her, in diesem meinem letzten Augenblick sind meine Seele und meine Gedanken unbefleckt. Ich sterbe in Reinheit“.
Neben diesen gewöhnlichen gab es noch den, besonders hohe Ehre einbringenden, „jumonji-giri“ genanten Schnitt, der die hier schon überdurchschnittliche hohe Selbstbeherrschung und Selbstkontrolle noch übertraf. Hierbei schnitt man sich auch erst einmal von links nach rechts den Bauch auf, zog dann aber den Dolch aus der Wunde, setzte noch mal an, und zwar diesmal um von unten nach oben den Bauch zu durchschneiden. Dabei bildete sich ein Kreuz, was an die Darstellung der Zahl zehn (ju) erinnert.
Ungeachtet der Schmerzen war es wichtig in der korrekten Haltung zu verbleiben und keinerlei Reaktionen zu zeigen (weder Zucken noch Stöhnen). Nach den Schnitten beugte man sich leicht vor und streckte den Hals (denn ein Verkrampfen der Halsmuskulatur und Wirbel hätte nur ein Verlängern der Leiden bedeutet.) .Denn nun erfolgte der Einsatz des kaishaku-nin, seine Aufgabe bestand darin mit einem Hieb seines Schwertes den Kopf abzutrennen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wurde meist durch einen gleichgestellten Freund wahrgenommen, lag es doch an ihm die Leiden nicht unnötig zu verlängern. Aber nicht nur Freunde waren kaishaku-nin, auch Daimyô oder andere hohe Würdenträger, die im Auftrag des Shogun handelten, waren es, da der bushido es Untergebenen verbot ihr Schwert gegen ihre eigenen Herren zu erheben. Der Kopf wurde auch nicht wild abgeschlagen, sondern so, dass er einfach nur nach unten fiel. Oder man lies den Kopf an einen kleinen Hautlappen mit dem Hals verbunden. Nun reinigte der kaishaku sein Schwert mit Papier. Alle verharrten noch in einem Augenblick der Ruhe, dann erhoben sich alle und gingen mit feierlicher Mine von dannen. Die Taten des Toten waren gesühnt und seine Ehre wieder hergestellt.
Auch Frauen und Kinder waren nicht davor gefeilt ihrem Leben selbst ein Ende setzen zu müssen. „Jigai“ ist das Aufschlitzen der Kehle. Es stand jedoch nur Frauen, Kindern und alten Männer, die nicht als Krieger dienten, zu.
Das es jedoch nicht einfach ist sich in solcher Weise das Leben zu nehmen (auch für manchen gestandenen Krieger nicht), galt es auch als erfülltes suppuku wenn solche (nicht ganz so willensstarke) Personen die Klinge nur berührten, um hiernach vom kaishaku-nin erlöst zu werden.
Hier ein Originalzitat von A.B. Mitford der als Zeuge beim seppuku von Taki Zanzaburo beiwohnte:
"Mit ruhiger, fester Hand, geradezu bedächtig, nahm er den vor ihm liegenden Dolch, sah ihn nachdenklich, jedoch auch beinahe liebevoll an, sammelte seine Gedanken ein letztes Mal und stach sich dann unterhalb der Taille tief in sein Fleisch. Er zog den Dolch langsam zu seiner rechten Seite hinüber und zog ihn am Ende mit einer leichten Drehung nach oben. In seinem Gesicht war während der gesamten schmerzhaften Prozedur keinerlei Regung zu erkennen.
Als er den Dolch aus seinem Körper zog, lehnte er sich etwas nach vorne und streckte seinen Hals, in Erwartung des erlösenden Hiebes seines Kaishaku-nin. Dieser, der bis dato an der Seite gewartet hatte, sprang nun auf, hob sein Schwert hoch in die Luft, hielt einen Moment inne... und mit einem dumpfen Schlag trennte er den Kopf vom Rumpf..."

Die bekanntesten Fälle von seppuku:
• Minamoto Yoshitsune im Jahre 1189
• Oda Nobunaga im Jahre 1582
• Die Geschichte der 47 Ronin in den Jahren 1701/02
• Saigo Takamori im Jahre 1877; er rebellierte mit rund 40.000 anderen Samurai gegen die Reformation Japans durch Meiji
• 1895 begingen 40 japanische Militärs seppuku aus Protest über die Rückgabe der eroberten Gebiete an China aus Krieg 1894/95
• Im Jahre 1912 beging der Nationalheld Japans General Nogi Maresuke seppuku durch jumonji-giri um seinen Herrn (Kaiser Meiji) mit junshi in den Tod zu folgen. Seine Frau folgte ihrem Mann auf die für Frauen traditionelle Art, durch den Stich durch den Hals.
• 1970 brachte sich der berühmteste Schriftsteller Japans seiner Zeit und Nationalist Yukio Mishima nach einem erfolglosen „Putschversuch“ aus Protest vor dem Werteverfall Japans selbst mit seppuku um.

Selbstmord spielt bis heute in der japanischen Gesellschaft eine besondere Rolle. Studenten bringen sich um weil sie das Examen nicht schaffen, Geschäftsleute aus Schande über einen Bankrott und Angestellte wegen des Verlusts des Arbeitsplatzes. Unter den industrialisierten Ländern ist die Selbstmordrate Japans die höchste.
Die Selbstmordrate in Japan ist 17, verglichen mit 11 pro 100,000 in den USA. Dagegen ist die Mordrate in Japan nur 1 im Vergleich zu 7 auf 100.000 in den USA.

Verfasser unbekannt
 
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Die Legende Minamoto No Yoshitsune Teil 1

06.05.2012 um 15:13:50  Rubrik: Krieger, Kämpfer & Philosophen
Im 12. Jhd. nach Christus, als die großen Kriegswirren und Uneinigkeiten im damals feudalistischen Japan für Unruhe sorgten, war für die Japaner ein Mensch geboren, ein Held und Symbol ihrer noch heute für die meisten von uns unverständlichen Lebensauffassung, welche für die westliche Kultur in unseren Kreisen oft ein großes Rätsel darstellt. Dieser Mann hat sich durch seine Geschichte eine unvergessliche Erinnerung in der Geschichte Japans geschaffen, und wird für immer fest im Gedächtnis vieler Historiker verharren.
Sein Name : Minamoto No Yoshitsune.

Über das exakte Datum seiner Geburt gibt es auch heute noch unschlüssige Erkenntnisse, man vermutet aber mit großer Wahrscheinlichkeit das Jahr 1159. Dieses und die darauffolgenden Jahre sind gekennzeichnet von ersten offenen Ausbrüchen brachialer und brutaler Gewalt, damalig ausgetragen zwischen den beiden mächtigsten japanischen Clans – dem Taira-Clan und dem Minamoto-Can. Die Verteilung der Clans erstreckte sich über ganz Japan, und neben den o.g. existierten auch noch eine Reihe anderer bedeutender Clans, etwa der Oda-Clan oder der Takeda-Clan.
Es wäre jetzt sehr zeitaufwendig, detailgenauere Informationen über die damaligen und oftmals auch undurchsichtigen Strukturen der japanischen Machtausübung darzulegen; es soll genügen, wenn erwähnt wird, daß sich eben diese Strukturen in einem Strudel größter Veränderungen befanden. Als Hinter-grundinformation sollte noch erwähnt werden, daß der damals überaus mächtige Fujiwara-Clan dem Kaiser nahezu jegliche Macht genommen hatte. Man könnte man fast behaupten, daß dieser Kaiser bis auf einen letzten Einfluß zum vorangegangenen Exkaiser keine wirklich demonstrative Macht besaß. Dieser Exkaiser besaß eine Art eigenständige, offizielle (anders wäre es nur schwer denk- und durchführbar) und gut funktionierende Bürokratie, auf die scheinbar bar jeden Einflusses zu agieren schien.

Fortsetzung folgt

Verfasser unbekannt

 
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Der Ursprung des Schwertes

20.04.2012 um 22:51:24  Rubrik: Waffenkunde
Bis 900 wurden Schwerter aus Korea eingeführt, diese jedoch nicht die uns wohlbekannte gebogene Form besaßen und zudem zweischneidig waren. Daraus bildete sich dann eine eigenständige Schwertschmiedekunst, die in drei verschiedene Epochen eingeteilt wird:

Alte Schwerter (kotô) bis 16.Jhr.: Klingen mit einer Länge bis zu 120 cm

Neue Schwerter (shintô) 16 Jhr. bis Meiji-Restauration: Reduzierung der Klingenlänge.

Zu dieser Zeit verloren die Schwerter ihre eigentliche Bedeutung, da die Kriegersippe in Frieden lebte. Trotzdem blieben sie weiterhin das wichtigste Statussymbol des Samurai.

Japanische Schwertfegerei (shin-shintô) nach der Restauration. Die Samurai verloren ihr Privileg des Schwerttragens und die Schwerter dienten nur noch als Handels- und Sammelware.

Katana und wakizashi:

Das katana, auch daitô genannt, besaß ungefähr eine Klingenlänge von 60 cm
Das wakizashi diente ab dem 14. Jhr. Als Hilfsmittel- Klingenlänge von 30 bis 60 cm. Es wurde im Nahkampf eingesetzt und diente auch zum Abschneiden gegnerischer Köpfe und den eigenen Selbstmord. (Die Köpfe wurden in den „Kopfsäcken“ als Trophäe nach Hause gebracht, als Beweis für den kriegerischen Einsatz)

Die Rüstung:

Die Rüstung der Samurai erhielt sich fast 700 Jahre lang in ihren Grundzügen, obwohl einige Stile sich in wenigen Details wandelten. Ihre Elastizität diente vor allem dem Kampf zu Pferde, um die Krieger nicht in ihrer Beweglichkeit einzuschränken.

Zu ihr gehörten viele Einzelteile: Helm, Maske, Leibpanzer, Schenkelstücke, Fechthandschuhe und Beinschützer. Zu besonderen Anlässen wurden über die Rüstung zusätzlich Waffenröcke getragen.

Die Helme wurden oft mit Geweihen, Drachen oder anderen Furcht einflössenden Verzierungen getragen und verfügten zudem über einen Waffenschutz. Somit steht die Rüstung dem Schwert nicht in ihrer aufwendigen künstlerischen Aufmachung in Nichts nach.

Verfasser unbekannt

 
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Sake

20.04.2012 um 22:46:36  Rubrik: Allgemeine Infos
Es gibt kein passendes europäisches Wort (deutsch, englisch, französisch, spanisch) für dieses beliebte berauschende Getränk. Sowohl "Reisbier" als auch "Reisbranntwein", womit der Ausdruck manchmal übersetzt worden ist, geben eine falsche Vorstellung davon. Sake wird aus gegorenem Reis hergestellt - nach einem komplizierten Verfahren, das nur im Winter ausgeführt werden kann (billiger Fusel wird heute per Kühlkreislauf produziert - hohe Qualität wird auf traditionelle Weise hergestellt), und enthält 11 bis 14 Prozent Alkohol. Sonderbarerweise scheinen europäische Köpfe von Sake weniger angegriffen zu werden als die Japaner selbst.

Es ist unklug Sake und Wein zur selben Mahlzeit zu genießen!
Also besser nicht probieren!!!

Eine sehr starke Abart, die shochu heißt, wird aus dem Bodensatz destilliert und enthält 20 bis 70 Prozent Alkohol. Eine andere Art, mirin, ist mehr eine Art Likör.

Verfasser unbekannt
 
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Der Gempei-Krieg (1180-1185)

20.04.2012 um 22:43:29  Rubrik: Geschichte
Zunächst einige Hintergrundinformationen, die die Positionen des Taira (auch Heishi) und des Minamoto (Genji) Clans erläutern:

Der Kaiser wurde Klosterkaiser genannt, da er durch die Fujiwara Sippe entmächtigt war. Mit Hilfe beider Clane konnte er seine Macht wieder stabilisieren (1156 Hôgen-Aufstand). Dies scheint widersprüchlich, da Samurai in der Zeit des 11. Jahrhundert bei dem Hofadel als brutale und unkultivierte Zeitgenossen galten.

Beide Clane jedoch waren in ihrer Abstammung der Familie des Kaisers sehr nahe.
Nun jedoch bestand das Problem der Macht- und Kräfteverhältnisse zwischen Kaiser und Kriegerfamilien. So zeigten sich nach einigen Jahren Rivalitäten unter der Familie der Taira und der Minamoto, wobei die Taira als Sieger hervorgingen.
Unter der Führung von Taira no Kiyomori leiteten sie politische Angelegenheiten.
1179 versuchte Kiyomori die Macht anstelle des tennôs zu übernehmen. Damit übernahmen die Samurai zum ersten Mal die Macht über Japan.

So begann jedoch auch der Kampf um die Vorherrschaft zwischen den beiden Kriegerfamilien:

Das Ende des Taira-Clans:

Minamoto no Yoritomo brachte eine solide Machtbasis zustande und begann den Krieg gegen die Taira. Dabei scheute er kein Menschenleben, seien es auch eines aus der eigenen Familie. Er galt als besonders hinterlistig und brutal. Enge Verwandte wurden nun von ihm beauftragt die Taira zu bekämpfen und ihre Macht auszuschalten.

Mitte 1183 gelang es seinem Cousin Yoshinaka Heiankyô von den Taira zu befreien.
Ihm wurde schließlich die Verantwortung für die Wiederherstellung der Ordnung ganz Japans übertragen. Hier vermuten viele Historiker den tatsächlichen Anfang der Samurai-Herrschaft.

In der Seeschlacht von Dannoura (1185)besiegte der legendäre Minamoto no Yoshitsune, Halbbruder von Yoritomo, die Taira. Yoritomo verfolgte alle Mitglieder der Taira Familie und versuchte sie so gut es ging komplett auszulöschen.

Yoshitsune ist das genaue Gegenteil von seinem Bruder: er war vor allem beim Volk sehr beliebt und für seine Genialität in strategischen Angelegenheiten bekannt, wobei er oft waghalsige Aktionen durchführte, dank denen er unter anderem den Sieg über die Taira erlangte. Yoshitsune wurde jedoch von seinem eifersüchtigen Bruder gejagt und von Gefolgsleuten verraten und nahm sich schließlich das Leben, als Krieger in den Armen seiner Frau, in deren Armen Tairablut floss.

Die genaue Geschichte kann man in der Heike Monogatari lesen, ein Epos über den Gempeikrieg.

„Nur Sommergras ist von den Träumen der Krieger geblieben“ (Bashô)

Verfasser unbekannt
 
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